Windows Azure Hyper-V Recovery Manager verfügbar

Vor zwei Tagen hat Microsoft die General Availability des Windows Azure Hyper-V Recovery Managers bekannt gegeben.

-> http://blogs.technet.com/b/in_the_cloud/archive/2014/01/16/announcing-the-ga-of-windows-azure-hyper-v-recovery-manager.aspx

Der Hyper-V Recovery Manager ist ein Windows Azure Service der die Orchestrierung und Einrichtung der Hyper-V Replica zwischen zwei Sites vornimmt, die mittels dem Virtual Machine Manager verwaltet werden. Über den Hyper-V Recovery Manager Agent wird es dann einem ermöglicht Hyper-V Replica ebenfalls über den VMM zu verwalten, was von Haus aus nicht möglich ist. Hier sei allerdings gesagt, dass vorher die Konfiguration im Windows Azure Portal für den Hyper-V Recovery Manager erfolgt sein muss. Wer jetzt aufschreit, dass seine Daten nach Windows Azure repliziert werden, dem kann ich seine Sorgen nehmen. Der Hyper-V Recovery Manager übernimmt nur die Orchestrierung! Sämtlicher Datenverkehr der Replizierung von Hyper-V Replica gehen über die gesicherte Verbindung zwischen den zwei Sites/Datacenter.

Mit ca. 12€ im Pay-as-you-go Plan pro Monat pro VM nur für die reine Orchestrierung ist der Service dann auch wieder vergleichsweise etwas zu teuer. Das würde für eine VM ca. 144€ im Jahr ausmachen, nur um die Sicherheit zu haben, dass man einen automatischen Failover von der Primary Site in die Secondary Site hat.

-> http://www.windowsazure.com/en-us/pricing/details/recovery-manager/

Als Alternative würde sich hier natürlich eine Orchestrator Installation in einer dritten Site oder in der DR Site anbieten. Runbook Beispiele dazu gibt es jedenfalls, so dass man mit der Arbeit nicht vollständig von vorne beginnen muss.

-> http://blogs.technet.com/b/privatecloud/archive/2013/02/11/automation-orchestrating-hyper-v-replica-with-system-center-for-planned-failover.aspx

Eine andere Alternative zur Orchestrator Installation in der dritten oder DR Site wäre eine Windows Azure VM mit einer Orchestrator Installation und einem Windows Azure Virtual Network.

Running Orchestrator on Windows Azure virtual machines

System Center 2012 R2 Orchestrator runs on Windows Azure just as it does on physical computer systems.

Orchestrator was tested by Microsoft by installing and using it in a Windows Azure virtual machine. The testing concluded that Orchestrator was fully functional and operated exactly the same as it does on physical hardware.Stability and performance benchmarks inside a Windows Azure virtual machine were at a level where no special considerations were needed. Orchestrator does not require a domain controller to be deployed with it, and the virtual machine requirements do not differ from what is recommended for the product that is deployed in an on-premises virtual machine.

-> http://technet.microsoft.com/en-us/library/dn251056.aspx

Allerdings muss man vorher alle drei Lösungsansätze genau evaluieren, eventuelle Problemstellen identifizieren, die Internetverbindung zum Beispiel, und die Betriebskosten gegeneinander rechnen, um die optimale Lösung für sich zu finden.

Aus meiner Sicht hat der Hyper-V Recovery Manager den Vorteil, dass er sich mittels Agent auf dem VMM Management Server in den VMM mit integriert. So kommt man einem zentralisiertem Management immer näher, da man für Hyper-V Replica nicht mehr in den Failover Cluster Manager oder Hyper-V Manager springen muss. Dem gegenüber steht der etwas zu teure Preis des Windows Azure Hyper-V Recovery Manager. Der Service ist ansonsten echt super.

Wer weitere Fragen zum Hyper-V Recovery Manager hat, dem möchte ich die FAQ (auf Englisch) meines MVP Kollegen Thomas Maurer zu dem Thema empfehlen.

-> http://www.thomasmaurer.ch/2014/01/hyper-v-recovery-manager-hrm-faq/

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