ReFS und Hyper-V?

Im MCSEboard.de bin ich auf eine interessante Fragestellung gestoßen, ob man ReFS, dass mit Windows Server 2012 eingeführt wurde, produktiv mit Hyper-V einsetzen kann. Die Antwort auf die Frage lautet nicht nein und auch nicht ja. Sie lautet viel eher, wie üblich in der IT, es kommt darauf an! Zwei Szenarien sollen der Veranschaulichung dienen.

Stand-alone Server:

Wenn man Hyper-V als Stand-alone Server betreibt, so kann man ohne Probleme ReFS für die Partition verwenden, wo später die Konfigurationsdateien und die virtuelle Festplatte der VM liegen sollen. Die VM lässt sich ohne Probleme erstellen und auch starten.

Für dieses Szenario kann ReFS und natürlich wie üblich NTFS verwendet werden.

Failover Cluster:

Bei einem Hyper-V Failover Cluster sieht die Sache dann schon wieder anders aus. Insbesondere wenn man CSVs verwenden möchte.

Bleibt man dem klassischen Konzept  eine LUN pro VM treu, dann kann man neben NTFS auch ReFS als Dateisystem für die LUN verwenden. Möchte man aber CSVs nutzen, so muss NTFS als Dateisystem für die LUN Verwendung finden, da das unter Windows Server 2012 eingeführte Proxydateisystem CSVFS auf NTFS aufsetzt. Die Erstellung eines CSVs schlägt nämlich bei ReFS mit der Meldung fehl, dass keine NTFS Partition gefunden werden konnte.

Abschließend bleibt festzuhalten, dass für Stand-alone Server ReFS neben NTFS verwendet werden kann, man aber in einem Hyper-V Failover Cluster für die LUNs ausschließlich auf NTFS setzen sollte.

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One thought on “ReFS und Hyper-V?

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