Offlinedateien und Bibliotheken unter Windows 7

Durch den Blogeintrag von Johannes angeregt, bin ich vor ein paar Tagen auf die Idee gekommen, die Offlinedateien selbst einmal zu testen. Bisher hatte ich zum Abgleich meiner Daten zwischen Notebook und Netbook immer das Tool SyncToy von Microsoft verwendet, um die Daten wie folgt abgleichen zu können:

Notebook <-Echo-> Fileserver <-Echo-> Netbook

Das Problem an der ganzen Sache war die Tatsache, dass die Synchronisierung nur per Benutzereingabe erfolgte und nicht automatisch. Mit Hilfe der Offlinedateien funktioniert dies nun komplett automatisch und ich brauche mich nicht mehr um die Synchronisation der Daten zu kümmern. Sobald Notebook und Netbook wieder zu Hause im Netzwerk sind, werden die veränderten Daten mit dem Server abgeglichen. Desweiteren kann ich, sobald ein Netzlaufwerk oder ein Netzwerkordner offline verfügbar gemacht worden ist, diesen auch in die Bibliothek von Windows 7 aufnehmen. Allerdings müssen das Laufwerk oder der Ordner indiziert sein. Das geschieht bei den Offlinedateien normalerweise automatisch, außer man hat sie für die Indizierung ausgeschlossen.

Um einen Netzlaufwerk oder Netzwerkordner offline verfügbar zu machen, muss man mittels Rechtsklick auf das entsprechende Objekt gehen und dann im Kontextmenü den Punkt “Immer Offline verfügbar” auswählen. Sollte der Platz für die Offlinedateien nicht ausreichen, kann man den reservierten Speicherplatz über das Synchronisierungscenter in der Systemsteuerung vergrößern. Sind die Daten auf den lokalen Rechner übertragen worden, können diese dann auch sogleich, aktivierte Indizierung vorausgesetzt, in die Bibliothek hinzugefügt werden. Ein sehr nettes Feature ist auch, dass man die Offlinedateien verschlüsseln kann, wenn man keine vollständige Verschlüsselung samt pre-boot authentication einsetzt.

Fazit:
Die Offlinedateien stellen für mich eindeutig einen Mehrwert dar. Die Daten bleiben immer aktuell und ich brauche mich nicht mehr darum zu kümmern. Da diese auch der Bibliothek hinzugefügt werden können, kann ich sehr schnell auf die von mir häufig genutzten Ordner zugreifen.
Abschließend noch ein paar Screenshots zu dem Thema:

Offline_1 Offline_2 Offline_3

Facebooktwittergoogle_pluslinkedinmail

10 thoughts on “Offlinedateien und Bibliotheken unter Windows 7

  1. CS

    Ein eindeutiger Rückschritt in Sachen Nutzbarkeit. Man kann einen entfernten Ordner nicht mehr als “Eigene Dateien” festlegen, wie es bei XP noch möglich war. Jetzt kommen die Bibliotheken, Offlinedateien und Indexierung ins Spiel. Ein typisches Beispiel für den Microsoft Änderungswahn!

    Die Zuordnung zu einem fremden Ordner muss wieder möglich sein. Und zwar OHNE Bibliotheken und Indexierung! Es ergibt keinen Sinn, den Ordner extra dafür offline verfügbar zu machen, da es nichts weiter als doppelten Speicherplatz in Anspruch nimmt. Der Server ist immer verfügbar und ich möchte nach wie vor die Ziele für meine Eigenen Dateien auf dem Server festlegen können!

    Die Freude an Windows 7 wird durch solche absolut sinnlosen Neuerungen sofort wieder kleiner! Was soll das?

  2. Daniel Post author

    Hi,

    du kannst auch einen Dienst für die Indizierung auf dem Server im Netzwerk installieren. Dann können Netzlaufwerke auch direkt in die Bibliotheken aufgenommen werden, ohne das diese vorher Offline verfügbar gemacht werden müssen. Kritik und Anregungen sind wichtig, aber Kritiken für die Lösungen vorhanden sind und die ohne Beispiele erfolgen, zeugen meistens davon, dass man sich mit der Materie nicht richtig auseinander gesetzt hat.

  3. CS

    Das ist soweit bekannt. Jedoch halte ich es aufgrund von Leistungseinbußen sinnvoll, ohne Indizierung zu arbeiten. Natürlich muss ich jetzt den MS Weg gehen und mit der Indizierung arbeiten. Das ist für mich jedoch keine Lösung sondern eine Notkrücke, ohne die man bisher problemlos leben konnte.

  4. Daniel Post author

    Die optimalste Lösung ist es nicht mit der Indizierung, das stimmt. Davon ausgehend, dass man häufig in seinen eigenen Dateien sucht, hat die Indizierung wiederum auch ihre Vorteile. 😉

  5. CS

    Auf dem Server (Win2k3) läuft nun Search4.0. Alle wichtigen Orte sind dort indiziert. Mit Windows 7 Pro (als Domain Mitglied) kann ich jedoch noch immer keine Netzwerkordner als Ziel auswählen, weil diese “nicht indiziert” sind. Ich hatte nichts anderes erwartet 😉

    Wie und wo man nun letztlich was ändern muss, dass dieser Ordner “indiziert” wird, steht in den Sternen. Sicher gibt es von MS hierzu wieder 5 seitige Beschreibungen, von denen selbstverständlich keine funktioniert. Es könnte einfach und vor allem logisch und nachvollziehbar sein. Das aber verstößt gegen den MS Grundsatz.

    Der Sinn von Ordnern auf dem Server ist verloren, wenn ich es nur über die Offline-Verfügbarkeit regeln kann. Genau weil ich das nicht will, habe (hatte) ich die Netzwerk-Ordner auf dem Server! In solchen Technologien und Dingen wie Benutzerkontensteuerung sehe ich einfach keinen Sinn. Vorher hat alles genauso funktioniert, wie man es benötigte. Warum werden laufende Systeme immer wieder so zerrissen, dass sie jeglichen vorherigen Nutzen verlieren und dreimal so kompliziert sind? Weil man zwanghaft immer wieder etwas “Neues” liefern will. Ob das im Endeffekt Sinn macht oder nicht, war bei MS eigentlich schon immer unwichtig. So, die Luft ist raus… Dein blog musste leiden… Melde mich wieder, sobald das Ding läuft 😉

  6. CS

    Weiterer Versuch mit einem Windows 7 Home: UNC Pfad kann über Kontext-Menü in die Bibliothek aufgenommen werden. Bei Windows 7 Professional geht dies nicht, da der PC ein Domänen Mitglied ist und somit nicht einer “Heimnetzgruppe” zugehört. Es ist so nicht möglich, externe Ordner problemlos in Bibliotheken aufzunehmen. Sämtliche Versuche mit Indexierung, Windows Search etc. bringen keinen Erfolg

    Man kann ein Windows 7 Pro in eine Domäne aufnehmen. Leider bringt das jedoch keine Vorteile mehr, da die eigentlich sinnvollen Funktionen nicht mehr oder nur bedingt funktionieren. Ich brauche in einer sauber strukturierten Server-Client Umgebung mit Active Directory und Ordner Strukturen einfach keine Spielereien mit Bibliotheken, Multimedia und Indizierung, wie man sie sich bei einer Home Version erwartet.

    Fazit: Mit der Windows 7 Home Version als Nicht-Domain-Mitglied kann ich in einer AD Domäne mehr anfangen als mit einem Windows 7 Pro, das zwar Domain Mitglied ist, aber der ganze Rest nicht mehr zu gebrauchen ist.

    Ich wünsche mir für die Zukunft wieder eine klare Unterscheidung zwischen Multimedia-Spielplatz (Home) und ordentlichem Betriebsystem (Pro), mit dem man (besonders unter Verwendung von Domänen) vernünftig und ohne “Heimnetzgruppen-Spielereien” arbeiten kann.

  7. JT

    Kann ich nur bedingungslos zustimmen.
    Auch ich habe Windows 7 mit der Erwartung installiert, endlich wieder saubere Strukturen zu haben. Jetzt kann ich mich wieder mit Offline-Dateien bzw. dem offensichtlich nicht unterstützen Unterfangen, diese auf eine andere Festplatte als der Systemplatte zu verschieben, herumschlagen.
    Es ist einfach hoffnungslos.

  8. Pingback: Synch-Center - MCSEboard.de MCSE Forum

Leave a Reply