Microsoft Azure IaaS Cost Estimator Tool – Beta

Microsoft hat im Juli die Beta seines Microsoft Azure IaaS Cost Estimator Tool herausgebracht. Dieses Tool bietet die Möglichkeit die vorhandene Umgebung zu beobachten, zu analysieren und auf Basis dieser Daten eine Kostenabschätzung für den Betrieb in Microsoft Azure abzugeben. Die Kostenabschätzung kann in drei Varianten erfolgen: Cost Optimized, Performance Optimized und VM Allocated.

Download: http://www.microsoft.com/en-us/download/details.aspx?id=43376

Nachdem man das Tool heruntergeladen und installiert hat, kann man es direkt starten.

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Auf der Startseite kann man insgesamt zwischen vier unterschiedlichen Scantypen wählen. SCVMM, Hyper-V, vCenter / ESX oder Physical. In diesem Beispiel habe ich SCVMM ausgewählt. Hier sollte am besten der SCVMM in Version 2012 R2 zum Einsatz kommen. Derzeit erfasst das Tool bei den Version 2012 und 2012 SP1 die Bandbreitenauswertung nicht.

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Bei dem Feld IP address muss nicht zwingend die IP-Adresse verwendet werden. Es können auch der Computername oder der FQDN Verwendung finden. Befinden sich der SCVMM und der Computer, auf dem das Tool läuft, in derselben Domain, so reicht es unter User Name einfach seinen Benutzernamen ohne Domainangabe einzugeben. Interessant wird es bei der Profiling Duration und der Scanning Frequency. Je länger die Profiling Duration und je kürzer die Scanning Frequency ist, desto genauer ist im Endeffekt die Kostenabschätzung.

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Nach Abschluss des Scanvorgangs kann man sich über View Report die Auswertung anzeigen lassen.

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Dann einfach die VMs auswählen, die nach Azure ausgelagert werden sollen, und auf Get Cost klicken.

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Die Betaversion ist derzeit für den US-Markt bestimmt. Daher können unter Change Region nur die US-Regionen von Microsoft Azure ausgewählt werden und die Kosten werden in US-Dollar angezeigt. Für einen ersten Eindruck der Kosten, kann man aber das Tool auch in Europa ohne Probleme verwenden.

Eine Version 2.0 für die weltweite Abdeckung ist, nach dem Kommentar unter folgendem Blogpost, geplant.

-> http://blogs.technet.com/b/ptsblog/archive/2014/07/03/new-azure-cost-estimator-tool.aspx

Bei Problemen findet man Log und TraceLog unter folgendem Pfad C:UsersusernameAppDataRoamingAzure ProfilerLogs. Das TraceLog ist dabei sehr ausführlich und gibt Hinweise auf den Fehler.

Type:Error
Category:Scvmm
Message:Could not connect to remote machine. Please verify connection information.
Details   at System.Management.Automation.Runspaces.Internal.RunspacePoolInternal.EndOpen(IAsyncResult asyncResult)
at System.Management.Automation.RemoteRunspace.Open()
at Microsoft.Windows.AzureProfiler.SCVMM.Connect(String username, String pwd, String ipAddress)
Message: Connecting to remote server SRV-1 failed with the following error message : WinRM cannot process the request. The following error with errorcode 0x80090311 occurred while using Kerberos authentication: There are currently no logon servers available to service the logon request.
Possible causes are:
-The user name or password specified are invalid.
-Kerberos is used when no authentication method and no user name are specified.
-Kerberos accepts domain user names, but not local user names.
-The Service Principal Name (SPN) for the remote computer name and port does not exist.
-The client and remote computers are in different domains and there is no trust between the two domains.
After checking for the above issues, try the following:
-Check the Event Viewer for events related to authentication.
-Change the authentication method; add the destination computer to the WinRM TrustedHosts configuration setting or use HTTPS transport.
Note that computers in the TrustedHosts list might not be authenticated.
-For more information about WinRM configuration, run the following command: winrm help config. For more information, see the about_Remote_Troubleshooting Help topic.

Nun noch ein kleiner Nachtrag zu der Beta. Wie man dem Blogpost entnehmen kann, war ursprünglich die fertige Version veröffentlicht worden. Diese konnte aber Aufgrund von Lokalisierungfehlern, die die Storage- und Bandbreitenauswertung hauptsächlich beeinflusste, nicht in Europa verwendet werden. Wie man ja weiß bedeuten Punkt und Komma bei den Zahlen in Europa und in den USA etwas anderes. Dies war auch der Grund wieso das Tool wieder entfernt und als Beta veröffentlicht wurde. Ich stehe seitdem mir zwei anderen MVP-Kollegen zusammen mit den Entwicklern in engem Kontakt. Falls Ihr also Verbesserungsvorschläge habt, schickt mir einfach eine E-Mail und ich werde das Feedback weiterreichen.

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