Data Protection Manager mit Windows Azure Backup

Mit SC2012 SP1 hat Microsoft beim DPM ein neues Feature Namens Windows Azure Backup eingeführt. Neben den üblichen Verfahren Disk to disk, Disk to tape oder Disk to disk to tape wird jetzt auch Disk to disk to cloud unterstützt. Das Feature Windows Azure Backup ist derzeit noch im Preview Status und erlaubt daher die ersten 5 GB an Daten kostenlos in der Cloud als Backup abzulegen. Für jedes weitere GB pro Monat werden $0,25 fällig.

-> http://www.windowsazure.com/en-us/pricing/details/backup/

Durch Windows Azure Backup steht neben der traditionellen Long Term Offsite Protection mittels Tape nun auch eine Short Term Offsite Protection mit einer sehr hohen Verfügbarkeit zur Verfügung. Dies ermöglicht zum Beispiel den DPM Server selber sowie auch andere durch den DPM geschützte Server schneller wiederherzustellen, falls das Backup auf Disk zu aktuell sein sollte und man einen Restore über Tape vermeiden möchte.

Ein weiterer Vorteil von Windows Azure Backup ist die einfache Einrichtung. Nachdem man sich auf dem Windows Azure Portal angemeldet hat, muss man sich erst für die Preview freischalten lassen.

-> https://account.windowsazure.com/PreviewFeatures

Ist dies geschehen legt man den Backup Vault an.

DPM1

Hier kann die Region ausgewählt werden, in dem der Backup Vault angelegt wird. Ebenso lässt sich das entsprechende Azure Abonnement auswählen.

DPM2DPM3

Sobald der Backup Vault angelegt ist, erscheint dieser im Windows Azure Portal und man wird auf die Seite für die ersten Schritte geleitet. Bevor man den Windows Azure Backup Agent herunterlädt und auf dem DPM Server installiert, muss zuerst ein Zertifikat hochgeladen werden. Für Testzwecke reicht hier ein selbstsigniertes Zertifikat aus. Dieses kann man mit dem Programm makecert.exe aus dem Windows SDK bewerkstelligen.

-> http://msdn.microsoft.com/en-us/library/windows/desktop/hh852363.aspx

makecert.exe -r -pe -n CN=CertificateName -ss my -sr localmachine -eku 1.3.6.1.5.5.7.3.2 -len 2048 -e 01/01/2016 CertificateName.cer

Danach wird der Windows Azure Backup Agent heruntergeladen und auf dem DPM Server installiert. Anschließend muss der DPM Server mit dem Backup Vault registriert werden. Dies erfolgt über die DPM Administrationskonsole.

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Danach kann für bestehende und neue Protection Groups das Online Backup nach Windows Azure aktiviert werden.

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DPM11

In der Übersicht der Protection Groups erkennt man sehr leicht welche Ressourcen zusätzlich in die Cloud gesichert werden. Wichtig hierbei ist es, dass die Sicherung zuerst auf Disk erfolgt sein muss, bevor man die Sicherung mittels Windows Azure Backup tätigen kann.

DPM12

In der Verwaltung kann man des Weiteren nachverfolgen wie viel Speicherplatz im Backup Vault belegt und welche Windows Azure Backup Agent Version auf dem DPM Server installiert ist.

DPM13

Damit ist die Einrichtung abgeschlossen. Es gibt aber einige Besonderheiten zu beachten. Zuerst möchte ich hier die veraltete Windows Azure Backup Agent Version ansprechen, die über das Windows Azure Portal heruntergeladen wird. Hier ist der Versionsstand 1.0.8188.0. Aktuell ist aber Version 1.0.8201.0. Versucht man die erste Sicherung nach Windows Azure zu fahren, bekommt man im Monitoring Bereich die folgende Fehlermeldung zu Gesicht.

Windows Azure Backup raised the following alert for the subscription in use: (ID 33406)
A new version of Windows Azure Backup Agent is available. You can review details about the new version and download it from http://go.microsoft.com/fwlink/p/?LinkId=229525. (ID 100083)

Der Link in der Fehlermeldung führt direkt zum KB-Artikel mit der aktuellen Version.

-> http://support.microsoft.com/kb/2854994/en-us

Die nächste Fehlermeldung tritt auf, wenn man versucht nach Windows Azure zu sichern, aber die aktuelle Sicherung von Disk schon in die Cloud übertragen wurde.

DPM skipped cloud backup for SQL Server 2012 database SRV-4DPMDPMDB_SRV_… on SRV-4.neumanndaniel.local because the latest disk backup is already backed up to cloud. (ID 33344)

Zuerst muss eine neue Sicherung auf Disk erfolgen, bevor diese in die Cloud übertragen werden kann.

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